Gedanken

08.03.10 11:21 Alter: 182 days

Über das Jammern

Wer jammert, ist nie allein. (Schmunzeln erwünscht!)

Zwei Dinge stehen in unseren Breiten hoch im Kurs: Jammern und über das Gejammere anderer zu klagen.(Christoph Quarch)

 

Warum jammern wir so gerne? Wer jammert, ist nie allein. Denn sobald einer anfängt, gibt es garantiert jemanden, dem noch etwas viel Schlimmeres passiert ist. Der Jammerlappen ist auf der Party der Persönlichkeits- und Hirnteile der Typ, der immer demonstrativ neben der Tanzfläche vor den Boxen steht. Und dessen stiller Vorwurf lauter ist als die Musik. Das ist das Gemeine an Partys: Einer allein hat es schwer, alle mitzureißen. Runter reißen ist dagegen viel einfacher. Das Negative hat so eine blöde Tendenz zur Verstärkung. So ist das auch mit dem Jammerlappen: Er will nix sehen, nix hören und auch nicht mitfeiern – hat aber eine Standleitung zur inneren Stimme: Früher war alles besser! Immer ich! Immer die andern! Die Welt ist schlecht!
Was tun?
Unser Hirn hat viele Sendezentren. Der Jammerlappen ist wie eine Dauerstörung, aber keiner zwingt uns, seine Frequenz einzustellen. Dass wir widersprüchliche und gemeine Stimmen im Kopf haben, ist völlig normal. Verrückt sind wir, wenn wir überwiegend ihnen Gehör schenken. Weghören geht oft nicht, aber den Ton kennen zu lernen, um ihn dann gezielt zu „überhören“, das ist wirksamer.

Bei jeder Gelegenheit wünschen wir Erfolg, Glück und Gottes Segen. Wo kämen wir hin, wenn wir darüber reden würden?

 

Treffen sich zwei Schweine am Trog: Fragt das eine: Was gibt es heute zum Mittag?
Sagt das andere: Ach - schon wieder Perlen.

Treffen sich zwei Planeten im Weltall. Sagt die Venus zur Erde: Mann, du siehst aber schlecht aus.
Darauf die Erde: Ich hab  Homo sapiens. Die Venus: Ach – das geht vorbei!

 

 

Auszüge aus: Glück kommt selten allein, Dr. med. Eckart von Hirschhausen.

Der Autor ist Mediziner, Kabarettist und Lachtrainer. Mit der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN  unterstützt er die Clowns in Krankenhäusern.