Gedanken
Damit ihr Hoffnung habt
„Damit ihr Hoffnung habt und nach der Zukunft fragt, damit das Leid der Welt uns nicht gefangen hält, bleibt Gott uns zugewandt und reicht uns seine Hand, damit die Hoffnung bleibt und die Liebe“
(aus: Norbert M. Becker, Liederheft zum 2.OEKT, München 2010, Lied Nr. 15)
„Damit ihr Hoffnung habt“ – dies war das Motto des zweiten Ökumenischen Kirchentags, der dieses Jahr über Christi Himmelfahrt in München stattfand.
Aber geht das denn? Hoffnung haben in Zeiten von Wirtschaftskrisen, wachsender Arbeitslosigkeit und steigender Armut? Hoffnung haben in Zeiten, in denen Menschen immer einsamer werden und persönliche Kontakte sich immer öfter ins Internet verlagern? Hoffnung haben in dieser hoffnungslosen Zeit? Das scheint nicht immer einfach zu sein. In der Schulbezogenen Jugendarbeit merken wir dies daran, dass immer mehr Kinder und Jugendliche lustlos, haltlos und orientierungslos sind, dass es immer schwieriger wird, sie zu begeistern, gemeinsam etwas zu erleben und sich auf Neues einzulassen.
Trotzdem haben wir als Evangelische Jugend die Hoffnung, dass unsere Arbeit Früchte trägt und wir beispielsweise durch unsere Arbeit mit Schulklassen Kindern und Jugendlichen vorleben, wie es auch anders geht: dass Gemeinschaft wichtig ist, dass ein respektvoller Umgang miteinander das Leben leichter macht und dass das Übernehmen von Verantwortung für ein gelingendes Leben unabdingbar ist.
Getragen werden wir dabei von unserem tiefen Glauben daran, dass Gott uns in diese Welt gestellt hat, um sie ein bisschen besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben. Seine Liebe gibt uns Kraft bei all der Hoffnungslosigkeit nicht zu verzweifeln, lebensbejahend nach Vorne zu schauen und die Herausforderungen des Lebens anzunehmen. Nicht nur, damit wir Hoffnung haben, sondern damit wir sie verschwenderisch verbreiten in unserer Welt.