Aktuelles

22.05.2017

Vollversammlung des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz (LJR)

Vergangenen Samstag, 20.05.2017, tagte der LJR an mahnendem Ort in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Über 80 Delegierte der Mitgliedsverbände, Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung und der Landespolitik sind der Einladung des Landesjugendringes zu 110. Vollversammlung in die Gedenkstätte KZ Osthofen gefolgt. Zu den Vorstandswahlen traten die bisherigen Vorsitzenden, Leonie Hein (DGB Gewerkschaftsjugend) und Volker Steinberg (Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend), und stellvertretenden Vorsitzenden, Meike Kurtz (verbandslos) und Eric Niekisch (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), erneut an und wurden wiedergewählt.

Im Zentrum der diesjährigen Beratung stand der Leitantrag zum Thema „Demokratie stärken!“.  „Die Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie“ erklärt der wiedergewählte Vorsitzende, Volker Steinberg, „bei uns haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, aktiv und selbstbestimmt mitzugestalten, mitzubestimmen, Verantwortung zu übernehmen sich selbst zu organisieren und Demokratie zu lernen, zu leben und zu praktizieren.“ „Neben der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, bieten Jugendverbände auch Freiräume für Jugendliche ihren Platz in der Gesellschaft zu finden“, erklärt die Vorsitzende Leonie Hein. Sie äußert sich besorgt darüber, dass wissenschaftliche Untersuchungen ca. 20 % gefestigte rechte Einstellungen in der Gesellschaft konstatieren und betont „Wir setzen uns immer und jederzeit für die Würde aller Menschen ein".

Antidemokratischen Tendenzen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wird sich der Landesjugendring auch weiterhin vehement entgegenstellen.“ Der Antrag wurde von den Delegierten und Gästen der Vollversammlung sehr begrüßt und ohne Enthaltungen angenommen.
Weitere Anträge, die sich mit der Aufforderung an die Landesregierung, Kinder und Jugendliche, neben anderen Altersgruppen, im Sinne der „Guten Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz“ als wesentlichen Teil von Demografiepolitik stärker in den Blick zu nehmen, mit der kostenfreien Nutzung von Schulgebäuden für Jugendarbeit und der auf ein Jahr befristeten Aufnahme der Sportjugend Pfalz als Anschlussverband des Landesjugendringes, wurden ebenfalls verabschiedet. 

Der Landesjugendring Rheinland-Pfalz e.V. vertritt als gemeinnütziger Verein die Interessen seiner 25 Mitgliedsverbände. Er erreicht mit seinen Mitgliedsverbänden jährlich über 200.000 Kinder und Jugendliche und ist die überparteiliche Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche in Politik und Gesellschaft.